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DMFV F3A-Kunstflugmeisterschaften 2011

von Hans-J. Specht

Auf dem vierten und letzten Teilwettbewerb zur Deutschen Meisterschaft F3A-Kunstflug des DMFV in Salzwedel (Sachsen-Anhalt) konnte sich Jan Rottmann ganz knapp vor Henning Wessels platzieren und wurde damit in der Gesamtwertung Deutscher Meister 2011. Dritter wurde Manfred Greve. Jan R. konnte auch die Jugendwertung 2011 für sich entscheiden und hat sich damit als ein weiteres vielversprechendes Talent in der deutschen Kunstflugszene etabliert.

Die deutsche Meisterschaft wird ausgeflogen in der F3A-Expertenklasse. Daneben bietet der DMFV auf den Wettbewerben für Einsteiger ein einfaches Programm in der Hobbyklasse und für Fortgeschrittene ein gehobenes Programm in der Sportklasse an.

Der erste Teilwettbewerb 2011 startete in Sande bei Wilhelmshaven unter ungünstigsten Witterungsbedingungen: zeitweise Regenschauer mit stürmischem Wind, der fast quer zur Flugbahn blies. Trotz dieser schlechten Bedingungen konnten am Sonnabend 3 Runden bei den Experten und 2 Runden bei der Sport- und der Hobbyklasse ausgeflogen werden. Der Sonntag blieb dem Starkregen überlassen, Flüge waren unmöglich.

Der zweite Wettbewerb fand in Vreden an der holländischen Grenze statt. Am ersten Tag - wie in Sande - äüßerst ungünstiger Querwind, der die Piloten heftigst forderte. Glücklicherweise konnten die dritten Durchgänge am Sonntag bei wesentlich besseren Bedingungen geflogen werden. In Dreieich bei Frankfurt lief der dritte Wettbewerb auf die Witterung bezogen ungewohnt problemlos ab. Erst nach der Siegerehrung zog eine schwarze Wolkenwand mit wolkenbruchartigem Regen über den Modellflugplatz, Glück gehabt.

Die Piloten werden von 5 Punktwertern benotet, die pro Figur eine Note von 0 bis 10 vergeben, multipliziert mit dem Schwierigkeitsfaktor der jeweiligen Figur ergibt das die Punktzahl. Es wird insbesondere die Präzision und die Platzierung der Figur bewertet, also ob z. B. ein Looping schön rund und groß und an der richtigen Position geflogen wurde.

Die Wettbewerbsmodelle werden fast ausschließlich von Elektromotoren angetrieben, Verbrennermodelle wurden nur noch ganz vereinzelt gesichtet. Dies hat einerseits mit der Leistungsfähigkeit der E-Motoren/Akkus und andererseits mit dem problemlosen Handling sowie auch mit der geringeren Lärmentwicklung zu tun. Gespeist werden die E-Motoren von 10 oder - zunehmend häufiger - 8 Lipo-Zellen.

Meine persönliche Bilanz als erstmaligem Teilnehmer an der DMFV-F3A-Jahresrunde ist mit einem siebten Platz in der Gesamtwertung der Sportklasse zufriedenstellend. Die fast unglaubliche Präszision der Experten bei den Wettbewerbsflügen bei schwierigsten Witterungsbedingungen ist für mich weiterer Ansporn, meine eigenen Fähigkeiten zu verbessern.

22.09.2011

 

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